Vater hat Lager

Erinnerungen eines KZ-Häftlings
Nach der Erzählung VATER von Carl Friedman

mit: Gilla Cremer
Regie & Bühne: Michael Heicks
Regie-Assistenz: Uschi Mierzowski
Premiere: Thalia in der Kunsthalle Hamburg 1999

Inhalt:

Carl Friedman erzählt von einer Familie mit drei heranwachsenden Kindern, für die der zweite Weltkrieg immer noch andauert, denn „Vater hat Lager“. Diese sprachliche Wendung hilft den Kindern, das Unbegreifliche zu verstehen und Außenstehenden zu erklären, was der Vater von seiner Haft im Konzentrationslager mit nach Hause gebracht hat.

Im Gegensatz zu anderen Überlebenden, die nicht über ihre Erlebnisse sprechen mochten, hält dieser Vater seinen Kindern keine einzige Erinnerung vor. Denn die Erinnerungen an die Lagerzeit lassen ihn nicht los, sie überfallen ihn: Beim morgendlichen Zähneputzen, beim Mittagessen, auf dem Spaziergang und beim Abendessen. Die Kinder kennen sich mittlerweile gut aus mit Flecktyphus, SS, Kapos und blutrünstigen Wachhunden. Und sie erfinden daraus ihre eigenen Geschichten.

Regisseur und Schauspielerin ist ein wichtiger Abend gegen das Vergessen gelungen. Und nicht zuletzt auch ein darstellerisch fesselndes, die Nerven blank legendes Theater

Presse

" Adorno käme ins Grübeln…"
BG
" Ein besonderer Vater…"
HH THK
"Phänomenales Solo… "
HA
"Solo gegen Nazi-Terror…
LZ
Birgit Schmalmack

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