Einmal lebt ich

Vom sehnlichen Wunsch nach Zugehörigkeit
Nach dem Roman von Natascha Wodin

Mit: Gilla Cremer
Regie: Max Eipp
Musik: Hennes Holz
Koproduktion mit Kampnagel 1993

Inhalt:

In ihren Träumen kocht sie deutsches Sauerkraut, ist deutsche Hausfrau an der Seite eines deutschen Handwerkers. Ihr Alltag dagegen ist trostlos: Ständig rassistischen Anfeindungen ausgesetzt, wohnt ein junges Mädchen zusammen mit ihrem gewalttätigen Vater in einer Flüchtlingssiedlung am Rande einer deutschen Kleinstadt.

Natascha Wodins Roman beruht auf ihrer eigenen Lebensgeschichte. Als russische Emigrantin kam sie in den 50er Jahren nach Deutschland und wuchs in einem Ghetto für „Displaced Persons“ auf. Die Mutter findet sich in der Fremde nicht zurecht und nimmt sich das Leben. Die Tochter lebt nun schutzlos unter der Obhut des übermächtigen Vaters. Immer wieder versucht das junge aufsässige Mädchen, dem häuslichen Gefängnis zu entfliehen und auf der Straße ihr Glück zu suchen. Doch die Versprechen der Wirtschaftswunderzeit gelten nicht für eine „Russki“ und so bleibt ihr Alltag in der Schule und auf der Straße von permanenter Ausgrenzung geprägt. Ihre Hoffnung aber, ihre unbändige Überlebenskraft lässt sie sich nicht nehmen und sie wird alles dafür tun, damit ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung geht: Endlich dazu zu gehören! „Endlich deutsch zu sein“.

Rassismus, Kindesmisshandlung, Gewalt an Frauen – ein bisschen viel für einen Theaterabend? Nicht wenn diese hochaktuellen, die Schlagzeilen beherrschenden Themen sprachlich und psychologisch stimmig in einem atemberaubenden Monolog verarbeitet und von einer hervorragenden Schauspielerin interpretiert werden.

Presse

"Ein dorniger Weg…"
OP
"Fesselnd… "
HAZ
"Hoffnung in einer Schachtel…"
LT
"Wenn Tränen angemessen sind…"
MZ

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